Graduate Dean Prof. Bungartz im Gespräch mit Doktorandin (Bild: Andreas Heddergott)

Betreuungsvereinbarung

Die Betreuungsvereinbarung unterstützt Sie und Ihre/n Betreuer/in bei der Planung und Durchführung Ihrer Promotion. In dem Dokument werden gegenseitige Rechte und Pflichten transparent gemacht sowie Qualifizierungsschwerpunkte und überprüfbare Meilensteine festgehalten. Die in der Betreuungsvereinbarung enthaltenen Elemente können und sollen mit der Fortentwicklung des Dissertationsprojekts angepasst und verändert werden. Das Exposé sowie die Wahl des/der Mentors/in können i.d.R. bis sechs Monate nach Eintrag in die Promotionsliste nachgereicht werden.

Um auf die Promotionsliste eingetragen und damit Mitglied der TUM-GS zu werden, muss die ausgefüllte Betreuungsvereinbarung von Ihnen, Ihrem Graduiertenzentrum und Ihrem/r Betreuer/in unterschrieben werden. Zusammen mit allen weiteren notwendigen Unterlagen geben Sie sie anschließend in Ihrer verantwortlichen promotionsführenden Einrichtung ab. Die Anforderungen der Qualifizierungselemente können zwischen den einzelnen Graduiertenzentren variieren.

Folgende Elemente sind in jeder Betreuungsvereinbarung enthalten und von Ihnen zusammen mit Ihrem/r Betreuer/in auszufüllen:

  • Inhalt und Exposé
  • Zeitplan
  • Qualifizierungselemente

Die Betreuungsvereinbarung finden Sie auf der Webseite Ihres jeweiligen Graduiertenzentrums.

Mentoring

Wer?

Neben Ihrer Betreuungsperson wählen Sie eine/n Mentor/in, der/die Sie idealerweise die gesamte Dauer Ihrer Promotion begleitet. Diese Person kann, muss aber nicht Ihr/e Zweitgutachter/in sein. Wir empfehlen, eher eine Person zu wählen, die außerhalb Ihres Lehrstuhls steht, um mögliche Interessenskonflikte zu vermeiden. So kann es sich um ehemalige Vorgesetzte oder Kolleg/innen aus der Industrie handeln, um ein/e Mitarbeiter/in oder Professor/in eines anderen Lehrstuhls oder auch Personen aus dem Freundeskreis oder der Familie, etc. Um sich in Ihre Lage als Promovierende/r besser hineinversetzen zu können, sollte der/die Mentor/in in der Regel selbst promoviert haben.

Wieso?

Voraussetzung für die Wahl des Mentors/der Mentorin ist eine vertrauensvolle Beziehung. So sind die Aufgaben des/der Mentor/in anders gestaltet als die Ihrer Betreuungsperson. In erster Linie geht es um den persönlichen und professionellen Rat während Ihrer Promotion, um die Weitergabe von Erfahrungen und Hinweisen, der Netzwerkbildung oder des Umgangs mit problematischen Situationen. Aber auch hinsichtlich Ihrer Karriereplanung kann das Mentoring hilfreich sein. Ein/e Mentor/in aus der Wissenschaft beispielsweise kann Ihnen wertvolle Kontakte vermitteln und Einsicht in die ungeschriebenen Spielregeln des Wissenschaftsbetriebs geben.

Wie?

Um die richtige Wahl bei der Suche nach einem/r Mentor/in treffen zu können, haben Sie dafür in der Regel bis zu sechs Monate nach Eintragung in die Promotionsliste Zeit. Während dieser Zeit sollten Sie überlegen, worin Sie neben der inhaltlichen Betreuung Unterstützung benötigen, und welche Person hier am besten geeignet wäre.

Ideen und Hinweise geben Ihnen die Graduiertenzentren oder andere Promovierende am Lehrstuhl. Sprechen Sie aber auch mit Ihrem/r Betreuer/in. Scheuen Sie sich nicht, Personen anzufragen, die Sie möglicherweise von Konferenzen, anderen Forschungsprojekten etc. kennen.

Info:

Bitte beachten Sie:

Einige Graduiertenzentren setzen für die Eintragung in die Promotionliste voraus, dass Sie bereits bei Einreichung Ihres Antrags eine/n Mentor/in angeben. Bitte kontaktieren Sie Ihr Graduiertenzentrum für weitere Informationen.

Erfahrungsberichte

Wie kamen Sie zu Ihrem Mentor?
Meine Mentorin war die Betreuerin meiner Master-Arbeit.
Wurde der Mentor auch aktiv beansprucht?
Sehr oft. Zu manchen Zeiten sogar öfter als die Erstbetreuerin der Doktorarbeit.
Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Mentor?
Erstens war sie fachlich sehr hilfreich, da die Mentorin aus einem anderen Fachgebiet kommt als die Erstbetreuerin. Zweitens kümmert sie sich auch um das un-fachliche, die persönliche Weiterentwicklung und gibt Perspektive. Zwar ist man meistens sehr in die Arbeit vertieft, aber das Ende kommt oft schneller als gedacht. Die Mentorin hilft den Überblick zu wahren, gibt Ratschläge für das Leben danach, Tipps und Ideen, was es noch an Möglichkeiten gibt und hilft einem somit bereits während der Doktorarbeit an langfristige Ziele zu denken.
Michael Matiu, IGSSE
„Es war von Anfang der Promotion an klar, wer meine Mentorin wird. Dies war auch bedingt durch die besondere Lage unseres Instituts, wo ich eigentlich die komplette Zeit meiner Promotion verbringe. Mein Betreuer, der unser Stationsleiter ist, ist einen großen Teil der Zeit nicht vor Ort. Durch den großen räumlichen Abstand ist täglicher persönlicher Kontakt nicht möglich. Meine Mentorin jedoch ist Gruppenleiterin und auch IGSSE PTL. Daher kennt sie sich auch mit meinem Promotionsprojekt gut aus. Die Mentorin wurde fast täglich sehr aktiv beansprucht, bei theoretischen und praktischen wissenschaftlichen Problemen, sowie Projektplanung usw. Ich arbeite mit meiner Mentorin eng zusammen und bin mit diesem Arrangement sehr zufrieden."
Pia Scherer, IGSSE