Einreichung und Prüfung

Am Ende des erfolgreichen Promotionsprozesses stehen die Einreichung der Dissertation, die Erstellung der Gutachten und die mündliche Prüfung durch eine Prüfungskommission. Grundsätzlich bildet die Promotionsordnung den Rahmen für die Schlussphase der Promotion. Promotionsführende Einrichtungen können diese Regeln jedoch ergänzen.

Promovierende stellen den Antrag auf Einreichung der Dissertation seit Januar 2016 über die Online-Plattform DocGS. Zusätzlich reichen sie die Dissertation und weitere Unterlagen beim Promotionsamt ein. Eine vollständige Liste der erforderlichen Dokumente finden Sie auf den Seiten für PromovierendeBei publikationsbasierten Dissertationen benötigt der/die Promovierende zudem von seinem/ihrem Betreuenden eine schriftliche Einverständniserklärung (gemäß PromO §6 Abs. 2).

Wer darf prüfen?

Die TUM Promotionsordnung (§10) regelt, wer zur Prüfung berechtigt ist. Grundsätzlich dürfen alle Hochschullehrer (gemäß Art 2 Abs. 3 Satz 1 Bayerisches Hochschulpersonalgesetz) Promovierende betreuen und prüfen. Dazu gehören:

  • Professoren und Professorinnen
  • Juniorprofessor/innen
  • Honorarprofessor/innen
  • Privatdozent/innen
  • Außerplanmäßige Professoren/innen

Darüber hinaus sind weitere Gruppen prüfungsberechtigt:

In der täglichen Praxis werden Promovierende auch von PostDocs und Projektleiter/innen in der Forschungsarbeit unterstützt. Diese Gruppe leistet einen wertvollen Beitrag zum Promotionswesen, ist jedoch nicht prüfungsberechtigt im Sinne der Promotionsordnung.

Einbestellung der Prüfungskommission

In der Regel schlägt der/die Betreuer/in eine Prüfungskommission vor, die von der promotionsführenden Einrichtung eingesetzt wird. Der Prozess ist in den einzelnen Fakultäten und Integrative Research Centers unterschiedlich geregelt. Daher empfiehlt sich eine Rücksprache mit dem Dekanat.

Die Prüfungskommission (PromO §10) besteht in der Regel aus einem Vorsitzenden sowie zwei bis drei Prüfern und Prüferinnen, wobei der/die dritte Prüfer/in auch erst im weiteren Verlauf des Verfahrens bestellt werden kann. Hat eine prüfungsberechtigte Person die Dissertation angeregt und in wesentlichen Teilen betreut, so ist diese auf dessen/deren Wunsch zum/zur ersten Prüfer/in zu bestellen. Ein Mitglied der Prüfungskommission kann auch Hochschullehrer/in anderer in- oder ausländischer Universitäten oder Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) sein. 

Bei kooperativen Promotionen ist ein/e Hochschullehrer/in der HAW als Prüfer zu bestellen, falls diese/r an der Betreuung der Dissertation wesentlich beteiligt war.

Die/der Vorsitzende der Prüfungskommission erhält die Unterlagen nach formaler Prüfung vom Dekanat und übergibt je ein Exemplar an die Kommissionsmitglieder. Das Verfassen der Gutachten sollte in der Regel nicht länger als 3 Monate beanspruchen.

Die Dissertation kann als "Nicht bestanden", "Mit Erfolg bestanden" oder "Mit Auszeichnung bestanden" bewertet werden. Eine Übersicht der Doktorgrade, die Ihre promotionsführende Einrichtung verleihen darf, finden Sie in §1 (4) der Promotionsordnung.

Prüfer/innen für Promovierende anderer Fakultäten

§2 der Promotionsordnung regelt, dass Sie als Professor/in auch eine/n Promovierende/n einer anderen Fakultät betreuen und prüfen dürfen. In der Regel müssen Sie dazu eine Zweitmitgliedschaft in der jeweiligen Fakultät beantragen. Da diese Prozesse in den Fakultäten unterschiedlich geregelt werden, kontaktieren Sie bitte das jeweilige Dekanat für detailliertere Informationen.