Internationale Promovierende

Die TUM möchte die besten Talente weltweit gewinnen. Im Umgang mit internationalen Bewerber/innen sind Kenntnisse der wesentlichen rechtlichen Regelungen und interkultureller Zusammenhänge hilfreich. Das TUM-GS Welcome Office hilft Ihnen gerne bei allen Fragen rund um das Thema.

Ausländischer Hochschulabschluss

Wenn Bewerber/innen sich mit einem ausländischen Hochschulabschluss für die Eintragung in die Promotionsliste bewerben, wird ihr Abschluss formal auf Gleichwertigkeit mit einem deutschen Universitätsabschluss geprüft.

Das TUM-Prüfungsamt überprüft den Abschluss in Zusammenarbeit mit der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) in Bonn und gibt eine Empfehlung ab. Basierend darauf entscheidet der/die Dekan/in der zuständigen promotionsführenden Einrichtung über die Zulassung zur Promotion. Aufgrund der Vielzahl unterschiedlicher Abschlüsse und einer stets notwendigen detaillierten Prüfung auf Gleichwertigkeit kann Bewerber/innen vorab allenfalls eine grobe Einschätzung, jedoch keine definitive Aussage gegeben werden.

Das Dekanat hat auch die Möglichkeit, eine/n Bewerber/in unter Auflagen zuzulassen. Davon wird häufig Gebrauch gemacht, wenn Bewerber/innen weniger als 5 Jahre studiert (i.e. weniger als 300 ECTS erworben) oder ihr Studium ohne eine Master Thesis abgeschlossen haben.

Visum

Fast alle Nicht-EU-Ausländer brauchen für den längeren Aufenthalt in Deutschland ein Visum. Promovierende mit einer Anstellung als Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in benötigen in der Regel ein Arbeitsvisum, während Promovierende mit Stipendium ein Studentenvisum beantragen.

Insbesondere für ein Arbeitsvisum verlangen die deutschen Botschaften von Bewerber/innen aussagekräftige Unterlagen zu deren Qualifikation, zur beabsichtigten Tätigkeit (z. B. konkretes Arbeitsplatzangebot, Stellenbeschreibung, Muster des Arbeitsvertrags) sowie auch Unterlagen zu der geplanten Unterkunft in Deutschland (z. B. Mietvertrag o. ä.). 

In beiden Fällen wird das Visum nur ausgestellt, wenn Sie dem/der Bewerber/in eine schriftliche Einladung ausstellen. Die TUM Graduate School kann eine solche Einladung nicht ausstellen. Üblicherweise muss eine Einladung folgende Elemente beinhalten:

  • Titel des Promotionsprojekts
  • Voraussichtliche Dauer der Promotion
  • Sprache, in der gearbeitet wird
  • Gesicherte Finanzierung

Die Visa internationaler Promovierender mit Stipendium sind für gewöhnlich auf die Dauer des Stipendiums begrenzt. Hat der/die Doktorand/in die Promotion am Ende des Stipendiums nicht abgeschlossen, kann er/sie den Aufenthaltstitel verlieren und muss Deutschland verlassen. Daher sollte eine Verlängerung des Aufenthaltstitels frühzeitig geklärt werden. Dafür muss der Status als Promovierende/r sowie die weitere Finanzierung nachgewiesen werden.

Wohnraum

Aufgrund der allgemeinen Wohnungsknappheit in München und Umgebung stellt die Wohnungssuche viele ausländische Promovierende vor eine schwierige Aufgabe. Die Suche kann mehrere Monate dauern. Promovierende mit Familie benötigen häufig eine 2- oder 3-Zimmer-Wohnung, deren Kosten schnell höher als die Einkünfte aus einem gewöhnlichen Stipendium sein können.

Typische Kaltmieten für unmöblierte Wohnungen:

  • 1-Zimmer Wohnung (oder WG-Zimmer-Warmmiete) ab ca. 600 EUR
  • 2-Zimmer Wohnung ab ca. 900 EUR
  • 3-Zimmer Wohnung ab ca. 1100 EUR 

Häufig vermitteln sich Promovierende untereinander Wohnungen, gerade auch für die ersten Wochen in München.

Die TUM Graduate School bietet über ihren Accommodation Service Unterstützung für internationale Promovierende bei der Suche nach Wohnraum an. Bitte verweisen Sie neue internationale Promovierende daher frühzeitig an das TUM-GS Welcome Office.

Interkulturelle Kommunikation

Nationale Bildungs- und Hochschulsysteme unterscheiden sich sowohl in ihren formalen Regeln als auch in ihren informellen Strukturen und ihrer Kultur. Je nach Land können die Erwartungen der einzelnen Gruppen einer Universität aneinander daher sehr unterschiedlich ausgeprägt sein.

Dies zeigt sich insbesondere im Umgang mit Hierarchien, also auch in der Beziehung von Doktorand/in und Professor/in. Im Gegensatz zur europäischen Tradition werden in manchen Kulturkreisen bspw. Nachfragen gegenüber einem/einer Professor/in als respektlos oder als Eingeständnis des eigenen Unwissens verstanden und daher vermieden.

Um das volle Potenzial internationaler Promovierender auszuschöpfen, ist interkulturelle Sensibilität von großer Bedeutung.  Eine offene und reflektierte Kommunikation mit internationalen Promovierenden ist wichtig, um frühzeitig Missverständnissen vorzubeugen.